
Sonderdienst “Patientengerechte Rettung aus Fahrzeugen“
Am Montag, den 29.06.2009 trafen sich 10 Kameraden zum Sonderdienst “Patientengerechte Rettung aus Fahrzeugen“. Unterstützung bekamen wir von der Berufsfeuerwehr Kiel. Der Ausbilder im Bereich Technische Hilfe hat sich für uns Zeit genommen um uns die neusten und aktuellsten Tipps und Tricks zu zeigen.
Der Abend begann mit einer Theoriestunde. Uns wurde gezeigt, wo sich das Airbagsteuergerät, die Airbags und die Auslösepatronen befinden können, wie das Fahrzeug die Kräfte eines Aufpralls aufnimmt und wie dir Sicherheitssysteme, wie z.B. der Seitenaufprallschutz arbeitet.
Anschließend ging es auf den Bauhof, wo ein PKW stand, an dem wir neue Schnitttechniken üben konnten. Das Fahrzeug wurde mit dem neuen Pallholzsystem stabilisiert. Die Scheiben wurden entfernt. Mit einer Fußmatte wurden die Scheibensplitter nach außen gedrückt, ohne die Scheiben vorher abkleben zu müssen. Nachdem dies erledigt war, ging es mit den hydraulischen Rettungsgeräten weiter. Mit dem Spreizer wurde eine Öffnung geschaffen um die Türen des PKW's zu entfernen. Mithilfe des Rettungszylinders wurde das Lenkrad noch oben gedrückt, ohne den gesamten Vorbau den Fahrzeugen nach vorne zu kippen. Außerdem wurde mit dem Rettungszylinder das Dach und die B-Säule auseinander gerissen. Dies wird gemacht, wenn die Rettungsscheren der Feuerwehr, die immer stabiler werdenden Fahrzeugkarosserien, nicht mehr scheren können. Die C-Säule wurde mit Hilfe eines V-Schnittes durchgetrennt.
Nach einer kurzen Pause, wurde uns ein neues Verfahren vorgestellt. Wir bekamen eine kleine Einführung in das so genannte “Cross Ramming“, dass Arbeiten von innen nach außen. Bei dieser Methode werden die Türen bzw. die Säulen, oder auch das Dach vom Fahrzeuginnenraum mit dem Rettungszylinder nach außen gedrückt. Bei Verkehrsunfällen mit Seitenaufprall kann dieses Verfahren eingesetzt werden, um den Innenraum des Fahrzeuges zur Personenrettung zur vergrößern.
Nachdem das Fahrzeug wieder Einsatzbereit gemacht wurde, ging es zurück ins Feuerwehrhaus. Dort konnten noch letzte Fragen beantwortet werden.