
Übung: Große Suchaktion auf dem Rosensee
Schwentinental/Rosenfeld. Auf dem Rosensee und im weiteren Verlauf der Schwentine lief am Montagabend eine groß angelegte Suchaktion ab. Zum Glück handelte es sich dabei im Gegensatz zur realen Personensuche auf dem Trammer See in Plön nur um eine Wasserrettungsübung der Feuerwehren.
Aus einem Ruderboot, so das angenommene Übungsszenario, war ein Elternpaar über Bord gegangen. Ein kleines Kind, so hatte es eine aufmerksame Spaziergängerin beobachtet, trieb daraufhin allein im Boot.
114 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Raisdorf, Klausdorf, Rosenfeld, Rastorfer Passau, Preetz und Flüggendorf, die um exakt 19.05 Uhr alarmiert worden waren, machten sich nur wenige Minuten später mit Motor-, Schlauch- und Ruderbooten von verschiedenen Einsatzstellen auf die Suche.
Für ein mögliches Absuchen des Uferbereichs im Dunkeln war die Preetzer Wehr auch mit ihrer Drehleiter zum Ausleuchten des Rosensees ausgerückt. Schwentinentals Gemeindewehrführer Olaf Meier-Lürsdorf koordinierte als Einsatzleiter zusammen mit den Ortswehrchefs Rainer Pöhlmann (Raisdorf) und Jens Dibbern (Rosenfeld) von der „Weißen Brücke“ aus das Geschehen. Aufmerksam verfolgt wurde die Suchaktion auch von Matthias Slamanig und Lars Schell, die dieses erstmalige Übungsszenario ausgearbeitet hatten.
Hintergrund für die Premiere sei laut Slamanig das vom Kreisfeuerwehrverband neu vorgegebene Wasser- und Eisrettungskonzept für Gemeinden mit Wasserflächen. Der erste Testlauf klappte gut. Schnell konnte der vermeintlich über Bord gegangene Vater aus dem Wasser gezogen und zusammen mit dem unter Schock stehenden Jungen dem Rettungsdienst übergeben werden. Schwieriger gestaltete sich die Suche nach der „vermissten“ Mutter. Diese sollte sich nach Befragung ihres Mannes noch aus eigener Kraft auf eine Halbinsel gerettet haben. „Bewusstlos“ konnte sie schließlich von einem 50-köpfigen Suchtrupp an Land aufgefunden und erstversorgt werden. Glückliches Ende einer rund 90-minütigen Übung.
Die Führungskräfte der beteiligten Feuerwehren werden sich nun am 15. September zur Auswertung und Manöverkritik in Rosenfeld treffen. uhl
Quelle: Kieler Nachrichten








