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TH Y, PKW unter Anhänger, eine Person eingeklemmt

(LS) Am 6. Juli 2015 hatte die Gruppe 3 der Feuerwehr Raisdorf die Aufgabe, eine Einsatzübung auszuarbeiten. Schnell waren sich alle Kameraden einig, das einmal wieder der Einsatz bei einem Verkehrsunfall geübt werden sollte: In der Weinbergsiedlung war ein PKW mit 4 Insassen (Vater, Mutter und zwei kleine Kinder auf den Rücksitzen) unter den mit Rundballen beladenen Anhänger eines Treckers gefahren. Dabei löste sich die Ladung, mehrere Rundballen "rollten" auf den PKW. Die Fahrerin wurde im Fahrzeug eingeklemmt, lediglich der Beifahrer konnte durch ein Seitenfenster das Fahrzeug verlassen, und wartete (natürlich unter Schock) auf die anrückenden Einsatzkräfte. Als kleine Besonderheit ist noch zu erwähnen, dass es sich um einen englischen PKW handelte, und die Insassen nur Englisch sprachen.
Die ersten eintreffenden Einsatzkräfte wurden durch den panischen Familienvater auf Englisch begrüßt. Dieser wurde umgehend beruhigt und betreut. Nach Erkundung der Lage durch den Gruppenführer wurde zunächst ein sog. "Innerer Retter" in den PKW geschleust, um ein Bild von der Lage der Verletzten aus dem Inneren des PKW zu bekommen. Das erste Kind konnte bereits nach 3 Minuten aus dem Fahrzeug gerettet und an den Rettungsdienst übergeben werden. Nun wurde der PKW gesichert und die heruntergerutschte Ladung (Rundballen) auf dem Anhänger gesichert bzw. vom PKW entfernt. Als nächstes konnten die Kameraden dann die Fahrertür mit dem hydraulischen Spreizer entfernen. Die Fahrerin war mit den Füßen eingeklemmt. Nachdem die Pedale entfernt waren, konnte die Patientin aus dem Fahrzeug befreit werden. Nun musste eine Befreiungsöffnung für das Kind auf der Rücksitzbank geschaffen werden. Mittels Säbelsäge und hydraulischer Schere konnte die gesamte Fahrerseite des PKW entfernt werden, und das Kind wurde aus dem Fahrzeug befreit. Parallel wurde noch ausgelaufenes Öl aufgenommen, der Brandschutz sichergestellt und natürlich die gesamte Unfallstelle abgesichert. Nach ca. einer Stunde war der Übungseinsatz erfolgreich abgearbeitet. Unser Dank geht an Lutz Johannsen für das Organisieren des Unfall-PKWs sowie an die Familie Lepschies, die uns mit Trecker, Rundballen und einem echten Engländer (Danke James!) unterstützt haben.