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Herausforderung Therapiezentrum

Schwentinental. Alarm bei den Feuerwehren Raisdorf und Klausdorf: Rauchentwicklung im Christoph-Husen- Haus. Sämtliche Bewohner, alle auf den Rollstuhl angewiesen, müssen evakuiert werden. Dieses Szenario war der Ausgangspunkt für die erste Rettungsübung im Husen- Haus auf dem Gelände des DRK-Schul- und Therapiezentrums. Anschließend zogen alle Beteiligten eine positive Bilanz. „Erst als die Feuerwehr das Haus nicht unter Wasser setzte, wurde allen klar, dass es sich um eine Übung handelte“, berichtet Jörn Korsch, Geschäftsführer der Einrichtung, der zu den sehr wenigen Eingeweihten gehört hatte. Entworfen hatte das Szenario die Raisdorfer Wehrführung gemeinsam mit Olaf Draheim, Brandschutzexperte der DRK-Einrichtung, und seinem Kollegen Helge Peters, dem Bereichsleiter Technik. Mit einer Nebelmaschine der Raisdorfer Feuerwehr war die Rauchentwicklung im Keller simuliert und damit auch realistische Bedingungen geschaffen worden für die Atemschutzträger der beiden Ortswehren, die dorthin vordringen mussten, um die „Ursache“ zu finden. Im Christoph-Husen-Haus leben und arbeiten erwachsene Körperbehinderte – von den 14 Anwesenden waren zur Zeit des Alarms um 18.30 Uhr zwei sogar schon ins Bett gebracht worden und mussten mitsamt diesem ins Freie geschoben werden. Mit der Evakuierung begann das Personal der Einrichtung, das speziell geschult ist, schon vor dem Eintreffen der Rettungskräfte. Für die Feuerwehr gab es bei dieser Übung gleich mehrere Herausforderungen: zum einen die Rücksicht auf die speziellen Bedürfnisse der Bewohner – so mussten die Fahrzeuge die Wege breit genug lassen für Rollstühle und Betten, und die verlegten Schläuche durften keine Hindernisse für sie bilden. Dazu kam die Zusammenarbeit mit dem Personal des Husen- Hauses und des Rettungsdienstes des Kreises, die bei solchem Alarm sofort dabei sind. Die großen Feuerwehrfahrzeuge durften außerdem nicht alles zuparken. „Bei Bedarf hätten Rettungsfahrzeuge über den Paradiesweg anfahren und über das Gewerbegebiet abfahren können“, so Lutz Johannsen, stellvertretender Raisdorfer Wehrführer, der „mit allen Beteiligten sehr zufrieden“ war. Ebenso äußerte sich Jörn Korsch, der bei der Übung aber auch kleinere bauliche Probleme notiert hat, die beseitigt werden sollen. Insgesamt waren 70 Feuerwehrleute aus Raisdorf und Klausdorf im Einsatz sowie fünf Personen vom Rettungsdienst des Kreises Plön.


Quelle Text: Kieler-Nachrichten 06.08.2012 Fr. Seliger

Fotos: Feuerwehr Raisdorf