Schweriner Volkszeitung, 03. September 2007:

Ein Symbol der Kameradschaft

von Michael-Günther Bölsche

GOLDBERG - Bereits am Vormittag herrschte großes Treiben im und vor dem Gerätehaus der Goldberger Feuerwehr. Immer wieder überprüfte Wehrführer Ulf Maaß alle getroffenen Entscheidungen, damit am Nachmittag alles klappt. "Eine Fahnenweihe ist doch etwas ganz Besonderes und kommt nicht alle Tage vor", meinte er. Dabei hatte die Wehr einst eine Traditionsfahne, doch in den Wirren des Zweiten Weltkrieges war sie für immer verschwunden.

"So eine Fahne ist ein Bekenntnis, sie ist das Symbol für das gemeinsame Handeln", so Bürgermeister Dieter Wollschläger. Er führte weiter aus, dass das, was man sich auf die Fahnen schreibe, Bestand habe. Der Spruch "Gott zur Ehr’, dem Nächsten zur Wehr!" sei zum einen ein Bekenntnis zum Glauben und zum anderen drücke es kurz und knapp das aus, was die Kameraden eine: Kameradschaft, Einsatzwillen und Freude an ihrer Tätigkeit.

Den Weiheakt nahmen Pastor Thomas Timm von der evangelischen und Pfarrer Gerhard Bollweg von der katholischen Kirche vor. Sie wünschten den Blauröcken, dass sie möglichst wenige Einsätze haben und stets gesund ins Gerätehaus zurückkehren.

Als Paten fungierten die Partner aus dem schleswig-holsteinischen Raisdorf, zu denen die Goldberger seit rund 15 Jahren gute Beziehungen pflegen. Raisdorfs Wehrführer Rainer Pöhlmann überreichte aus diesem Anlass eine Erinnerungsplakette und die Goldberger hefteten an die anwesenden Fahnen anderer Wehren sowie des Schützenvereins Fahnenbänder zur Erinnerung.

Komplettiert wurde der Festakt mit einem Tag der offenen Tür. Und da hatten sich die Kameraden viel einfallen lassen. Während die Kinder mit der Kübelspritze der Jugendfeuerwehr hantieren konnten, wurde eine Modenschau mit verschiedenen Einsatzkleidungen vergangener Jahrzehnte vorgeführt. Den Abschluss bildete eine Einsatzübung.

Fahnenweihe bei der Goldberger Feuerwehr: Stadtpräsident Rüdiger Lewerenz (l.) und Bürgermeister Dieter Wollschläger hefteten die Fahnenbänder an die Fahne - rechts die neue Fahne der Goldberger Wehr, links die Patenfahne aus Raisdorf.

 

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