FEUER- & RAUCHENTWICKLUNG IM EFH
Elsa-Brandström-Straße
EINSATZBERICHT
Bereits auf der Anfahrt war eine deutlich sichtbare Rauchsäule über einem Einfamilienhaus sichtbar. Nach unserem Eintreffen an der Einsatzstelle wurden wir von einer Nachbarin in Empfang genommen. Zu diesem Zeitpunkt war es unklar, ob sich die beiden Bewohner noch im Gebäude befanden. Die Nachbarin verfügte über einen Haustürschlüssel und ermöglichte uns so einen schnellen Zugang in das Gebäude.
Als wir die Haustür öffneten fanden wir dahinter einer starke Verrauchung der Räumlichkeiten vor.
Umgehend wurde der unter Atemschutz stehende Angriffstrupp des TLF 20 / 30 zur Menschenrettung eingesetzt. Doch kurz vor dem Betreten des Hauses erschien der Hausbesitzer an der Einsatzstelle und bestätigte, dass sich keine Personen mehr im Haus befanden.
Im Rahmen der weiteren Erkundung fanden wir auf der Gebäuderückseite einen im Vollbrand stehenden Wintergarten im Bereich des Kellergeschosses vor. Durch ein geplatztes Fenster hatten die Flammen bereits auf einen Raum im Kellergeschoss übergegriffen. Darüber hinaus war ein Flammenüberschlag auf ein Fenster im Erdgeschoss festzustellen. Die Flammen hatten zudem bereits auf den Dachunterschlag übergegriffen. Aus dem Dachbereich trat deutlich Rauch aus.
Zur Brandbekämpfung wurde eine zweite B-Leitung in den Garten verlegt. Von dort erfolgte zunächst ein Außenangriff mit einem C-Rohr, später mit zwei C-Rohren, teilweise unter Atemschutz.
Zur Verbesserung der Sichtverhältnisse und zur Entrauchung des Gebäudes wurde vor der Haustür ein Überdrucklüfter in Stellung gebracht. Dadurch konnten das Erdgeschoss und das Dachgeschoss sukzessive rauchfrei gemacht werden.
Unsere Drehleiter wurde vor dem Gebäude in Stellung gebracht und mit einem C-Rohr zur Brandbekämpfung am Dach eingesetzt. Auf der Gebäuderückseite wurde das Dach vom Korb der Drehleiter aus im Bereich des Firstes geöffnet und gleichzeitig abgelöscht.
Der im Innenangriff eingesetzte Trupp löschte zunächst die Brandherde im Erdgeschoss ab. Anschließend wurden im Obergeschoss der rückwärtige Drempel sowie die Dachhaut neben einem Dachflächenfenster geöffnet und verbleibende Glutnester abgelöscht.
Ein weiterer Atemschutztrupp betrat das Kellergeschoss von der Gartenseite aus und löschte den betroffenen Raum ab. Zur Entrauchung des Kellergeschosses wurde im rückwärtigen Bereich ein zweiter Überdrucklüfter eingesetzt.
Zusätzlich wurde auf der Gebäuderückseite eine vierteilige Steckleiter vorgenommen. Über diese wurden unter Atemschutz weitere Dachbereiche geöffnet und kontrolliert.
Gegen 19:45 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Im Anschluss nahmen wir umfangreiche Nachlöscharbeiten vor. Die Brandstelle wurde mittels Wärmebildkamera kontrolliert. Der betroffene Dachbereich wurde von innen weiter geöffnet und verbliebene Glutnester in der Dachdämmung gezielt abgelöscht.
Im Anschluss übergaben wir die Einsatzstelle an den Eigentümer und an die Polizei.
