Ein dramatischer Dauereinsatz forderte am Mittwoch, 01. Juli 2026, unsere gesamte Einsatzkraft, als die entfesselten Naturgewalten Schwentinental-Raisdorf überrollten. Innerhalb weniger Minuten verdunkelte sich um 14:00 Uhr der Himmel und sintflutartiger Starkregen verwandelte die Straßen in reißende Sturzbäche. Die Kanalisation brach unter den Wassermassen zusammen. Sofort wurde unsere Abschnittsführungsstelle Raisdorf (AfüSt) im Feuerwehrhaus besetzt, weil schnell klar war, dass dieses starke Unwetter für sehr viele Einsätze sorgen sollte.

Was dann auch der Fall war. Wir koordinierten die Einsätze also direkt aus dem Lageraum im Feuerwehrhaus. Etliche Keller mussten von uns leergepumpt werden. Gemeinsam mit dem Bauhof der Stadt mussten wir Straßen sperren, um die Autofahrer vor den Fluten zu schützen und die Straßen leer zu pumpen. Der dramatischste Moment spielte sich in einem Wohngebiet ab: In einem Keller drohte ein massiver Öltank durch das steigende Wasser aufzuschwimmen – ein drohender Umweltschaden, den wir unter Hochdruck im Wettlauf gegen die Zeit verhindern konnten.

Parallel dazu pumpten unsere Trupps eine komplett geflutete Tiefgarage leer, in der das Wasser meterhoch stand. Doch die Gefahr lauerte nicht nur am Boden: Wir wurden zu einem Küchenfachgeschäft gerufen, wo die Abflussanlage auf dem Dach den Massen nicht mehr standhielt. Tonnen von Wasser lasteten auf der Decke und drohten, das Gebäude von oben zu zerstören. Erst nach Stunden unermüdlicher Einsätze hatten wir die Lage gegen 19:00 Uhr unter Kontrolle – erschöpft, aber erleichtert, Schlimmeres bei uns in Raisdorf verhindert zu haben.
Gunnar Gradert – Pressesprecher