In den Abendstunden des 28. September 2026 versammelten wir uns zu einem intensiv ausgearbeiteten Sonderdienst im Bereich der Technischen Hilfeleistung. Als Übungsort diente uns an diesem Abend das Firmengelände der Baufirma Szupryczynski, welches optimale Bedingungen für ein realistisches und anspruchsvolles Einsatzszenario bot. Ausgearbeitet und geleitet wurde dieser Ausbildungsdienst von unserem stellvertretenden Wehrführer Lars Schell.

Ziel des Abends war es, komplexe Geräte zur technischen Rettung und Bergung unter realistischen Bedingungen zu festigen und das Zusammenspiel verschiedener taktischer Komponenten zu trainieren. Der Dienst gliederte sich in drei aufeinander aufbauende Ausbildungsschwerpunkte:

Da die Dämmerung zu dieser Jahreszeit bereits früh einsetzte, bestand unsere erste Aufgabe darin, eine sichere und taghelle Arbeitsumgebung zu schaffen. Unter dem Aspekt der Eigensicherung bauten wir umgehend eine umfassende Beleuchtung auf. Hierbei kamen die Lichtmasten unserer Einsatzfahrzeuge sowie unser Rollcontainer „Beleuchtung“ zum Einsatz. Durch den gezielten Aufbau der Ausleuchtung gelang es uns, das weitläufige Übungsareal schattenarm und blendfrei zu illuminieren, was die Grundvoraussetzung für die nachfolgenden, präzisen technischen Arbeiten darstellte.

Im zweiten Teil der Übung galt es, einen mehrere Tonnen schweren Container anzuheben. Um diese Last sicher und kontrolliert zu bewegen, setzten wir unsere pneumatischen Hebekissen ein. Beim millimeterweisen Anheben des Containers war höchste Konzentration gefordert. Parallel zum Hubvorgang sicherten wir den Container kontinuierlich durch den fachgerechten Unterbau von Holzabsicherungen (Rüstholz). Dieses sogenannte „Unterbauen“ verhinderte effektiv ein unkontrolliertes Absacken der Last und stellte den Schutz der Einsatzkräfte zu jedem Zeitpunkt sicher.

Nachdem der Container erfolgreich angehoben und stabilisiert worden war, folgte die dritte Ausbildungsphase: das kontrollierte Bewegen und Ziehen des schweren Objekts. Hierzu setzten wir zwei unserer Feuerwehrfahrzeuge ein. Um die physikalischen Kräfte optimal zu nutzen und den Zugwinkel perfekt an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen, bauten wir einen Seilzug unter der Verwendung einer Umlenkrolle auf. Durch dieses Prinzip der temporären Anschlagpunkte und der Lastverteilung konnten wir den Container präzise und sicher über das Gelände ziehen, während die Maschinisten die Winden feinfühlig steuerten.

Ein solcher Dienst ist nur durch starkes Engagement und die richtige Unterstützung möglich. Daher gilt ein großer Dank Lars Schell für die hervorragende Ausarbeitung, die durchdachte Organisation und die fachkundige Leitung dieses lehrreichen Sonderdienstes. Ebenso gilt ein besonderer Dank der Baufirma Szupryczynski, die uns bereitwillig ihr Firmengelände zur Verfügung gestellt und uns damit diese wertvolle, praxisnahe Ausbildung ermöglicht hat.

Gunnar Gradert – Pressesprecher