Es gibt noch andere Blaulicht- und Bevölkerungsschutzorganisationen neben der Feuerwehr? Natürlich! Aber was machen die eigentlich so? Um das herauszufinden, fuhr die Jugendfeuerwehr Raisdorf am 26. Mai zum Technischen Hilfswerk nach Plön. Dort wurden die Jugendlichen vom Dienststellenleiter Lars Topp in Empfang genommen.

Zunächst ging es in den Seminarraum und es konnten die dringendsten Fragen geklärt werden: Was genau macht das THW und was ist der Unterschied zur Feuerwehr? Das THW hat drei Hauptaufgaben.
Erstens: Technische Hilfe im Zivilschutz. Das ist die historische Gründungsaufgabe des THW. Im Falle eines bewaffneten Konflikts schützt das THW die Zivilbevölkerung. Dazu gehört das Beseitigen von Trümmern, das Sichern beschädigter Gebäude, die Notversorgung mit Strom und Wasser sowie die Rettung von Menschen aus verschütteten Gebäuden
Zweitens: Technische Hilfe im Katastrophenschutz (Inland). Das ist der Einsatzzweck, den man aus den Nachrichten kennt. Auf Anforderung von Gemeinden, Ländern, der Feuerwehr oder der Polizei hilft das THW bei großen Unglücksfällen und Naturkatastrophen.
Drittens: Humanitäre Hilfe im Ausland.
Im Auftrag der Bundesregierung leistet das THW weltweit Katastrophenhilfe.
Der Unterschied zur Feuerwehr: Die Feuerwehr ist für die schnelle Erstrettung und Brandbekämpfung vor Ort zuständig. Das THW rückt meist bei Großschadenslagen an, wenn der Einsatz länger dauert und schweres Gerät wie Bagger oder Radlader benötigt wird. Nach dem spannenden Vortrag und der Erläuterung der Besonderheiten des Standortes in Plön ging es nach draußen zur Besichtigung des Gerätes und der Fahrzeuge.
So gab es ein großes Boot zu entdecken, das zur Wasserrettung eingesetzt wird sowie mehrere Großfahrzeuge, die bei der Beladung dann doch deutlich anders waren als die bekannten Löschfahrzeuge bei der Feuerwehr. Wir danken Lars Topp für die interessanten Einblicke in die Arbeit des THW.
Gunnar Liebich – Jugendfeuerwehrwart
Gunnar Gradert – Pressesprecher