Wenn gestandene Feuerwehrfrauen und -männer plötzlich wie Synchronschwimmer auf einer Plane balancieren und Golfbälle mit der Kübelspritze jagen, dann ist wieder Feuerwehr-Olympiade-Zeit! Am Montag, den 15. Juni, verwandelte sich das Gelände rund um das Feuerwehrhaus in der Raisdorfer Bahnhofstraße in eine Arena des puren Wahnsinns. Unser Zugführer Timo Baldowsky hatte sich als Chef-Organisator Aufgaben ausgedacht, gegen die selbst die echten Olympischen Spiele wie ein gemütlicher Kaffeeklatsch wirken.
Ein riesiges Dankeschön an dieser Stelle an Timo für die grandiose Ausarbeitung – Du hast uns ordentlich ins Schwitzen gebracht!

Die absolute Königsdisziplin war das „Große Planen-Wenden“. Sechs Kameraden mussten sich auf engstem Raum auf einer Verkehrsunfallplane zusammenquetschen. Ziel der Übung: Die Plane einmal komplett umdrehen und wieder ausbreiten, ohne dass auch nur eine einzige Stiefelspitze den nackten Asphalt berührt. Um hier den Schwierigkeitsgrad auf ein feuerwehrtaugliches Niveau zu heben, galt die Devise: „Zwei sehen nichts, zwei sagen nichts und zwei verzweifeln am Rest!“ Mit verbundenen Augen und strengstem Redeverbot mutierte die Truppe spontan zu einer Ballett-Formation. Es wurde geschubst, geklammert und blind vertraut – ein absolutes Fest für die Lachmuskeln der Zuschauer!

Nicht weniger spektakulär war der Hindernis-Wassertransport. Hier musste das kühle Nass über verschiedene Feuerwehrgerätschaften – inklusive eines kreativ zweckentfremdeten Verkehrspylons – quer über den Hof jongliert werden. Das Foto zeigt unseren Kamerad Thomas Martens bei dieser anspruchsvollen Tätigkeit. Ziel des Wassertransports war eine Kübelspritze. Mit dieser mussten vier Golfbälle, die filigran auf Flaschenhälsen thronten, präzise heruntergespritzt werden. Da wurde um jeden Tropfen gekämpft!
Die Gewinnergruppe sicherte sich den ultimativen und heißbegehrten Hauptpreis: eine absolut gigantische Riesendose Gummibärchen! Bezüglich der Verlierer hielt sich kurz das hartnäckige Gerücht, diese seien zur Strafe mit Katzenscheiße beworfen worden – aber nein, falscher Film, das war irgendwo anders! Bei uns in Raisdorf geht es selbstverständlich harmonischer zu! Nach den sportlichen Höchstleistungen folgte dann der gemütliche Teil des Abends. Bei leckerem Grillgut und kalten Getränken wurden die besten Manöver des Tages noch einmal ausgiebig analysiert und belacht. Ein rundum gelungener, fröhlicher Abend, der wieder einmal gezeigt hat: Wir sind nicht nur im Ernstfall ein unschlagbares Team, sondern auch am Grill und auf der Unfallplane!
Gunnar Gradert, Pressesprecher