Doch, Moment! Da fehlt doch noch etwas! Genau, die Abschlussübung der Jugendfeuerwehr Raisdorf! Was war passiert? Alarmiert wurde die Jugendfeuerwehr telefonisch durch einen Anruf im Feuerwehrhaus. Der Anrufer schilderte aufgeregt, dass am Klinkenberg eine Gartenhütte brenne, zwei Personen vermisst würden und ein Waldarbeiter unter Holz (und zwei Sitzbänken) eingeklemmt sei.

Unverzüglich wurden die Fahrzeuge besetzt und die Jugendlichen machten sich, unter Einhaltung aller Verkehrsregeln, auf den Weg zum Klinkenberg. Dort angekommen, erkundete Einsatzleiter und Jugendgruppenführer Elias Ehrnsberger zunächst die Lage und bildete anschließend Einsatzabschnitte, um Mannschaft und Gerät zielführend einzusetzen.

Für die brennende Gartenlaube wurde Wasser aus der Saugstelle bei der Tennisgemeinschaft Raisdorf entnommen. Da zunächst kein Wasser aus dem Teich angesaugt werden konnte, musste für den ersten Angriff das Wasser aus dem Tank des Löschfahrzeugs verwendet werden. Geleitet wurde der Abschnitt von Jugendfeuerwehrmann Fynn Mika Janz. Wie alle wissen, geht die Gefahr in der Regel nicht von der Hitze des Feuers, sondern von den Rauchgasen aus. Und so setzte Fynn für den Löschangriff Atemschutzgeräteträger (mit speziell präparierten und leichten) Pressluftatmern (ohne Pressluft) ein.

Die zweite Einsatzabschnittsstelle wurde von Jugendfeuerwehrmann Theo Pries betreut. Dieser entschied sich, zur Rettung des von einer Sitzbank gefallenen und anschließend unter einer Sitzbank eingeklemmten Unfallopfers, Hebekissen einzusetzen.

Gleichzeitung musste noch ein dritter Einsatzabschnitt abgearbeitet werden: Die Suche von zwei vermissten Personen, die sich vor Schreck vor dem von der Bank gefallen Waldarbeiters im hohen Gras versteckt haben. Die Koordination der Suche übernahm Jugendgruppenführer Tyler Tietgen. Hierfür stand er in ständigem Funkkontakt mit der Leitstelle, die im Verlauf der Suche wichtige Hinweise zum Aufenthaltsort der vermissen Personen liefern konnte.

Als „Feuer aus“, „Person gerettet“ und „Vermisste Personen gefunden“ gemeldet wurde, konnte die Übung mit einem leckeren Eis beendet werden. Und dann konnten auch die Sommerferien endlich kommen!

Gunnar Liebich – Jugendfeuerwehrwart
Gunnar Gradert – Pressesprecher