Das „Leben in der Lage“ ist für uns Feuerwehren häufig Realität. Dies ist naturgemäß insbesondere bei Einsätzen der Fall. Und weil das so ist, hatte sich unser Jugendbetreuer Denis „Jimmy“ Wetzel für die Gerätekunde der Jugendfeuerwehr Raisdorf etwas Besonderes ausgedacht: „Geräte von den Fahrzeugen holen und diese erklären gehört zum Standardprogramm der Jugendfeuerwehr. Weshalb lassen wir die Jugendlichen nicht mal etwas kreativ sein? Das ist schließlich auch eine Kernkompetenz der Feuerwehr und im Einsatz müssen wir das oft genug auch selbst sein!“.
Deshalb stellte Denis den Jugendlichen folgende Aufgabe: Ein Ball muss über eine gewisse Strecke von einem zu einem anderen Fahrzeug transportiert werden. Der Ball darf aber währenddessen unter keinen Umständen berührt werden! Genutzt werden darf alles, was im Feuerwehrhaus und auf den Fahrzeugen so zu finden ist (mit ein paar kleinen Ausnahmen: eine laufende Kettensäge beispielsweise). Nach ein paar Minuten chaotischer Ratlosigkeit wurde für den Ball zunächst mit viel Teamwork eine Bahn aus Tischen und Bänken aufgebaut.



Beschleunigt werden sollte der Ball erst mit einem großen Lüfter, der zur Entrauchung von Gebäuden benutzt wird. Weil der Luftstoß sehr großflächig ist (für den originären Einsatzzweck übrigens sehr vorteilhaft), hatte diese Maßnahme leider nicht den gewünschten Erfolg.
Als nächstes probierten die Jugendlichen dann ein Strahlrohr aus und mit dessen Wasserstrahl konnte der Ball dann tatsächlich ins Ziel gebracht werden. Insgesamt hatten die Jugendlichen an diesem Dienstabend alle großen Spaß und verschiedenste Feuerwehrgerätschaften wurden nicht nur anschaut, sondern auch ausprobiert. Ein lustiger Abend mit einem großen Lerneffekt!
Gunnar Liebich – Jugendfeuerwehrwart
Gunnar Gradert – Pressesprecher